Vogelschutzinsel Langenwerder
Die Vogelschutzinsel Langenwerder ist 1.000 m lang und bis zu 450 m breit. Sie befindet sich im Nordosten der Insel Poel und kann von Gollwitz aus gut eingesehen werden, da sie durch eine nur 200 m breite Furt von der Poeler Küste getrennt ist. Das Betreten der Insel ist allerdings verboten, denn die Insel Langenwerder steht seit 1910 unter Naturschutz. Sie ist damit das älteste Vogelschutzgebiet Mecklenburgs und stellt zusammen mit dem Salzhaff, der Halbinsel Wustrow, der Insel Poel, der Insel Walfisch, der Halbinsel Boiensdorfer Werder und dem gesamten Küstenstreifen der Wismarer Bucht ein erhaltenswertes Naturreservat dar, dessen Schutz eine verantwortungsvolle Aufgabe für die Zukunft ist. So beauftragte die damalige Landesregierung die Universität Rostock, den Schutz der Insel zu übernehmen.
Auf der Vogelschutzinsel Langenwerder haben vor allem Wasservögel und Watvögel ihren Lebensraum. Sie nisten, brüten und überwintern dort. Zu den Vogelarten gehören bspw. folgende: Lachmöwe, Sturmmöwe, Silbermöwe, Kiebitz, Säbelschnäbler, Brandgans, Schnatterente, Sandregenpfeifer, Austernfischer, Höckerschwan, Brandseeschwalbe, Küstenseeschwalbe, Flussseeschwalbe, Zwergseeschwalbe und Mittelsäger.
Auf der Vogelschutzinsel Langenwerder befindet sich auch eine ornithologische Station, die zu Forschungszwecken genutzt wird. Für die Öffentlichkeit ist die Insel aber nicht gedacht. Bitte denken Sie daran, dass auch die Natur ihre Freiräume benötigt und schließen Sie sich den interessanten Führungen an, die außerhalb der Brutzeit von Mai bis Juli stattfinden. Am Strand von Gollwitz befindet sich außerdem eine kleine Aussichtsplattform mit einem Fernrohr, Schaukästen und Schautafeln. Während der Brutzeit finden zudem regelmäßig Informationsveranstaltungen am Gollwitzer Strand statt.
Weitere Informationen erhalten Sie auf den Internetseiten www.langenwerder.de und www.biologie.uni-rostock.de/meeresbiologie/.
|